oHealth

Kapitel II

Bewohnende

Illu Bewohnende

Der Übergäng von der eigenen Wohnung in eine Pflegeeinrichtungen ist 
eines der herausforderndsten Lebensereignisse. Das vertraute Umfeld und vertraute Gewohnheiten brechen weg und und neue Räume, Menschen und Abläufe treten in die Lebenswelt. Durch die eingeschränkte Mobilität gewinnt das Zimmer und Bett als Lebensraum an Bedeutung. Diese Veränderungen haben einen direkten Einfluss auf die Geruchsumgebung. Anstelle der selbstkuratierten Geruchsumgebung in der eigenen Wohnung, treten vermehrt fremde und ivasive Gerüche aus dem Pflegealltag.

Symbolhafte Darstellung zu den veränderten Geruchseinflüssen mit dem Übergang in eine Pflegeeinrichtung.

Kontinuität, Identität und Geborgenheit

Mit dem Einzug in eine Pflegeeinrichtungen kommen eine Vielzahl an Veränderungen auf die Personen zu. Neue Menschen, Räume, Abläufe etc. Diese Dinge haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Geruchswahrnehmungen.

(( auf Geruchsräume verweisen > Körper, Wohnraum, Umgebung, Gewohnheiten ))

Zu Hause in der privaten Wohnung vermittelte der Geruch ein Gefühl von daheimsein. Die Geruchszusammensetzungen in Wohnungen ist ein Zusammenspiel von Materialien, Objekten, Handlungen und den darin lebenden Menschen. Diese Collage führt zu einem Vertrauten Geruch des eigenen Daheims und zu einem Gefühl von Geborgenheit. «Geborgenheit braucht Stallgeruch.» schrieb ein Soziologe. Und dieser vertraute Stallgeruch setzt sich eben aus den uns umbegenden Dingen und unseren Handlungen sowie unserem eigenen Ausdünstungen zusammen.

Auch sind viele Gewohnheiten in unserem Tagesablauf mit Geruchswahrnehmungen verbunden. Die morgendliche Dusche mit unserem bevorzugten Duschmittel. Der frisch aufgebrühte Kaffee zum Frühstück. Der Geruch nach frisch gebackenem Brot beim Bäcker in der Strasse etc. Diese Gewohnheiten und die uns umgebenden Dinge sind identititätsstiftend. Und mit ihnen auch die Gerüche, die daran gebunden sind. So lange die Bewohnenden noch kognitiv zwäg sind, könnten sie sich selber darum bemühen und dafür einsetzten, dass sie diese Dinge, die ihnen wichtig sind, weiterhin haben. Doch nicht immer ist es ihnen bewusst wie gross diesbezüglich ihr Handlungsspielraum ist. Und wenn sie kognitiv nicht mehr selber für sich bestimmen können, drohen viele dieser Dinge wegzufallen. Obwohl über den vertrauten Geruch des Parfüms, das die Person seit 40 Jahren täglich aufgetragen hat, seitem sie die Marke von ihrem verstorbenen Mann geschenkt bekommen hat, ein Teil ihrer Identität geworden ist.

Besonders mit nachlassender kognitiver Leistung, kann es den Betroffenen schwer fallen, ihr Umfeld und damit ihre vertraute Geruchsumgebung selber zu beeinflussen. Umso wichitger ist es, dass aufmerksame Angehörige und Pflegende sich der Präferenzen und Bedeutung der Geruchswahrnehmungen der Person bewusst sind und diese weiterhin ermöglichen und in den Alltag integrieren. Z.B. Duschgel, oder am Parfüum zu riechen geben, bevor es aufgetragen wird etc.

In den Interviews schilderte eine Pflegefachperson, dass einige der Bewohnenden ihre Bettwäsche nicht in die Wäscherei geben möchten. Und auch Bewohnnede schilderten, dass sie es schätzen, wenn die Bettwäsche nach ihnen selber riecht. Dies zeigt deutlich, wie wichtig der vertraute Geruch für das Gefühl von Geborgenheit ist. Und dass der eigene Geruch an der Bettwäsche diese Geborgenheit schaffen kann. In den meisten Pflegeeinrichtungen gibt es ein standard Waschmittel, das neutral riecht oder einen dezenten Duftstoff beigemischt hat. Vorher hatten jedoch die meisten der Bewohnenden ihr eigenes Waschmittel. Ihre Bettwäsche und Kleider haben dadurch immer nach diesem bestimmten Waschmittel gerochen.

Merksätze
• …
• …

Geruchseinflüsse für Bewohnende

Mit dem Einzug in eine Pflegeeinrichtungen kommen eine Vielzahl an Veränderungen auf die Personen zu. Neue Menschen, neue Räume, neue Abläufe. Während vor dem Eintritt die meisten Bewohnenden alleine oder zu zweit lebten, ist man in einer Pflegeeinrichtung teil einer grösseren sozialen Gemeinschaft.

Diese Veränderungen im neuen räumlichen und sozialen Gefüge konfrontiert Bewohnende auch mit neuen Geruchssituationen.

• Mitbewohnende im Lift oder bei den Mahlzeiten am Tisch
• Zwischenfälle
• Pflegepersonal
• Küchengerüche
• Umgebungsgerüche
• Neues Waschmittel etc.

• Gewisse Dinge können noch beeinflusst werden, so lange Bewohnende noch mobil und kognitiv zwäg sind. Mit zunehmender Abhängigkeit ist man dazu zunehmend auf fremde Hilfe und sensibles Umfeld für die eigenen Geruchspräferenzen angewiesen.

(( > Geruchsräume aufzeigen? ))

Eine Bewohnerin, die im Rollstuhl sitzt und zum Aufstehen auf die Hilfe der Pflege angewiesen ist, schilderte eine Episode mit einem Pfleger, der stark nach Schweiss gerochen hat. Jedesmal wenn er bei ihr im Zimmer war, hätte es danach im ganzen Zimmer nach Schweiss gerochen. Sie wusste nicht, wie sie die Situation lösen sollte. Ihrer Tochter hatte sie den Vorschlag unterbreitet, dem Pfleger einen Deo zu schenken. Doch diese war der Ansicht, dass sie das nicht machen könne. Das Problem hat sich für sie dann selbst erledigt, nachdem der Pfleger auf eine andere Abteilung wechselte. Das Beispiel zeigt jedoch, wie ausgesetzt Bewohnende in ihrem letzten privaten Wohnumfeld, fremden invasiven Gerüchen sein können. Wenn es aufgrund eines Zwischenfalls in den Gängen oder im Lift z.B. nach Erbrochenem riecht, können sie sich diesen Situationen noch entziehen. Doch wenn es im eigenen Zimmer unangenehm riecht, wird es schwierig.

Weitere geschilderte Situationen sind die Gerüche der Mitbewohnenden. Aufgrund von Krankheiten, Medikamenten und Inkontinenz kann es dazu kommen, dass sich der Körpergeruch von Personen verändert und von Mitmenschen als unangenehm empfunden werden kann. Dies kann dazu führen, diese Personen von den anderen gemieden werden und niemand zusammen mit ihnen den Lift benutzen möchte. Diese gesundheitlich bedingten Körpergerüche werden jedoch noch eher akzeptiert. Wo die Toleranz und Akzeptan schnellder endet, ist bei unangenehmen Körpergerüchen aufgrund mangelnder Körperhygiene. Doch auch hierzu sind die Menschen individuell und für Pflegeeinrichtungen ist es immer ein Abwägen zwischen dem individuellen Interesse der Person, wie oft sie sich duschen und die Kleider wechseln will und dem öffentlichen Interesse der Mitmenschen.

Inspirieren um Strategien im Umgang mit unangenehmen Körpergerüchen finden.

Merksätze
• …
• …

«Wenn wir schon so ein tolles neues Gebäude haben, 
das nicht mehr an die alten Bilder von Pflegeeinrichtungen erinnert, dann wollen wir auch, dass es hier gut und angenehm riecht und sind bereit, dafür zu investieren.»

Vorname Nachname, Pflegeleiterin

Bewohnende als Wahrnehmende der Geruchsumgebung

Mit dem Einzug in eine Pflegeeinrichtungen kommen eine Vielzahl an Veränderungen auf die Personen zu. Neue Menschen, neue Räume, neue Abläufe. Während vor dem Eintritt die meisten Bewohnenden alleine oder zu zweit lebten, ist man in einer Pflegeeinrichtung teil einer grösseren sozialen Gemeinschaft.

Diese Veränderungen im neuen räumlichen und sozialen Gefüge konfrontiert Bewohnende auch mit neuen Geruchssituationen.

• Mitbewohnende im Lift oder bei den Mahlzeiten am Tisch
• Zwischenfälle
• Pflegepersonal
• Küchengerüche
• Umgebungsgerüche
• Neues Waschmittel etc.

• Gewisse Dinge können noch beeinflusst werden, so lange Bewohnende noch mobil und kognitiv zwäg sind. Mit zunehmender Abhängigkeit ist man dazu zunehmend auf fremde Hilfe und sensibles Umfeld für die eigenen Geruchspräferenzen angewiesen.

(( > Geruchsräume aufzeigen? ))

Eine Bewohnerin, die im Rollstuhl sitzt und zum Aufstehen auf die Hilfe der Pflege angewiesen ist, schilderte eine Episode mit einem Pfleger, der stark nach Schweiss gerochen hat. Jedesmal wenn er bei ihr im Zimmer war, hätte es danach im ganzen Zimmer nach Schweiss gerochen. Sie wusste nicht, wie sie die Situation lösen sollte. Ihrer Tochter hatte sie den Vorschlag unterbreitet, dem Pfleger einen Deo zu schenken. Doch diese war der Ansicht, dass sie das nicht machen könne. Das Problem hat sich für sie dann selbst erledigt, nachdem der Pfleger auf eine andere Abteilung wechselte. Das Beispiel zeigt jedoch, wie ausgesetzt Bewohnende in ihrem letzten privaten Wohnumfeld, fremden invasiven Gerüchen sein können. Wenn es aufgrund eines Zwischenfalls in den Gängen oder im Lift z.B. nach Erbrochenem riecht, können sie sich diesen Situationen noch entziehen. Doch wenn es im eigenen Zimmer unangenehm riecht, wird es schwierig.

Weitere geschilderte Situationen sind die Gerüche der Mitbewohnenden. Aufgrund von Krankheiten, Medikamenten und Inkontinenz kann es dazu kommen, dass sich der Körpergeruch von Personen verändert und von Mitmenschen als unangenehm empfunden werden kann. Dies kann dazu führen, diese Personen von den anderen gemieden werden und niemand zusammen mit ihnen den Lift benutzen möchte. Diese gesundheitlich bedingten Körpergerüche werden jedoch noch eher akzeptiert. Wo die Toleranz und Akzeptan schnellder endet, ist bei unangenehmen Körpergerüchen aufgrund mangelnder Körperhygiene. Doch auch hierzu sind die Menschen individuell und für Pflegeeinrichtungen ist es immer ein Abwägen zwischen dem individuellen Interesse der Person, wie oft sie sich duschen und die Kleider wechseln will und dem öffentlichen Interesse der Mitmenschen.

Inspirieren um Strategien im Umgang mit unangenehmen Körpergerüchen finden.

Merksätze
• …
• …

6e09ee3e7bf5dab0074850f1748a239bd64076a5
Video abspielen

Merksätze

• Hier steht Blindtext lorem ipsum dolor sit amet


• Donec quam felis, ultricies nec, pellentesque eu, pretium quis
• Hier steht Blindtext lorem ipsum dolor sit amet
• Donec quam felis, ultricies nec, pellentesque eu, pretium

Anspruchsgruppen und ihre Bedürfnisse

Illu Pflegende
Illu Bewohnende
Illu Angehörige

Zurück zum Seiten-Anfang

Hochschule
Finanzierungspartner
Praxispartner

„Stadt Zürich“

„Haus Tabea“

„GoodAir“

Impressum, Datenschutz

©2026 ZHdK