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Kapitel III

Group 9

Kommunikation und Empathie

Die Grundlage um als Pflegeeinrichtiung das Thema Geruch strukturiert anzugehen, bildet ein offener und empathischer Umgang damit. Dies umfasst ein gemeinsames Vokabular sowie das Schaffen des Bewusstseins für die subjektive Wahrnehmung und Bedeutung von Geruchswahrnehmungen der Mitmenschen. Die durch Gerüche ausgelösten Emotionen und Erinnerungen können sehr intimer Natur sein, was die Kommunikation darüber erschwert.

Individuelle Ebene

> Menschen sind immer gleichzeitig warhnehmende wie auch gestaltende der Geruchsumgebung
> Reflektieren des eigenen Körpergeruchs
> Welche Gerüche sind mir wichtig

Methoden
> Geruchstagebuch im Tandem

Geruchstagebücher sind ein spielerischer Einstieg, um das Thema in Tandems zu erkunden und zu diskutieren.

Gemeinschaftliche Ebene

Geruchswahrnehmungen können je nach soziokulturellem Hintergrund, indivuellen Präferenzen und Sensitivität des Geruchsorgans unterschiedlich wahrgenommen und beurteilt werden. So kann z.B. der Geruch von Lavendel von einer Person als äusserst angenehm empfunden werden, während er bei einer anderen Person traumatische Erinnerungen weckt. Vor diesem Hintergrund ist ein gegenseitiges Verständnis für die Bedeutung und Präferenzen von Geruchswahrnehmungen in der Zusammenarbeit und dem Zusammenleben wichtig. Denn erst durch die Kommunikation über Geruchswahrnehmungen wird es möglich, ein gegenseities Verständnis zu schaffen und Situation zu Gestalten, die die verschiedenen Bedürfnissen berücksichtigen. Als Gesprächseinstieg um in Gruppen, unter Kolleg:innen oder in anderen Konstellationen über Geruchswahrnehmungen zu sprechen bedarf es Kreativität und Sensibilität, um niemanden zu verletzen. Doch ist auch Humor eine geeignete Strategie, wenn eine Vertrauensbasis besteht.

Wichtig ist, das Thema anzusprechen, denn es beschäftigt die Menschen. Alleine schon das Wissen, dass es anderen Personen in bestimmten Situationen gleich geht, kann z.B. Pflegenden helfen, mit den Themen Ekel und Scham umzugehen.

Merksätze
• Das Geruchstagebuch bietet einen spielerischen Zugang, um in Tandems (z.B. Mitarbeitenden und Bewohnenden) das Thema zu erkunden und zu diskutieren (> siehe Hilfsmittel > Geruchstagebuch)
• …

Betriebliche Ebene

Um einen offenen und empathischen Umgang mit dem Thema zu fördern und die Kommunikation in allen Bereichen und auf allen Ebenen anzuregen, ist es von Vorteil, wenn das Thema von der Geschäftsleitung mitgetragen und Teil von der Kultur der Pflegeeinrichtung wird. Das Thema beschäftigt Mitarbeitende, Bewohnende und Angehörige in situationsbezogenden Kontexten. In einem pro aktiven Umgang mit dem Thema bietet sich den Betrieben die Gelegenheit, ihre sich Wertschätzung gegenüber der Anspruchsgruppen einer Pflgeeinrichtung auszudrücken.

Von der Geschäftsleitung aus, kann das Thema an die Bereichsleitenden weitergegeben werden. Der Umgang mit dem Thema Geruch ist ein bereichsübergreifendes Thema, das von der Pflege, der Hotellerie, der Gastronomie und weiteren Bereichen gemeinsam gestaltet werden kann.

In den meisten Betrieben gibt es bereits Personen, die im Umgang mit dem Thema Geruch geschult oder dafür sensibilisiert sind. Diese können eingesetzt werden, um den empathischen und offenen Umgang mit dem Thema zu fördern und die notwendigen Schritte einzuleiten.

Merksätze
• Thema in Qualitätsmanagement integrieren
• Von oben herab anleiten
• Ergonomie des Arbeitsplatzes
• Thema nachhaltig in Struktur und Kultur integrieren
• Immer wieder überprüfen und nachfragen

Bereits auf das Thema sensibilisierte Mitarbeitende und Bewohnende können empowert werden, um die Kommunikation anzuregen.

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